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Die schweizerische Seite zum Thema alternierende Obhut
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Wechselmodell - für die Familie danach

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Das Wechselmodell (in DE auch Doppelresidenzmodell genannt, in CH alternierende Obhut) beschreibt die Aufenthaltsmodalitäten eines Kindes bei den Eltern. Von einer alternierenden Obhut wird dann gesprochen, wenn die Kinder zu gleichen Teilen abwechselnd - mindestens jedoch zu 30% bei jedem Elternteil leben und von diesem betreut werden.

Die alternierende Obhut kommt immer mehr auf. Die Statistik weist eine Scheidungsquote von nahezu 50% aus. Es benötigt Lösungen, damit das Interesse des Kindes bestmöglichst gewährleistet werden kann.

Bei der alternierenden Obhut betreuen die Eltern paritätisch (gleichberechtigt) das Kind. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt sich das Kind in einem Wechselmodell, wie in einer intakten Familie.



Mehr unter www.kisos.ch


Inhalt

Definition des Wechselmodells - alternierende Obhut
Welche Ziele hat das Wechselmodell?
Kinder brauchen beide Elternteile
Die Eltern in einer zentralen Rolle

Definition des Wechselmodells - alternierende Obhut

Die alternierende Obhut unterscheidet sich gegenüber dem klassischen Besuchsrecht durch drei Aspekte:
- Die Zeit bei dem sich das Kind gemeinsam mit dem Elternteil befindet.
- Das Zuhausesein bei beiden Eltern.
- Die geteilte elterliche Verantwortung von Vater und Mutter.
DEFINITION: DAS WECHSELMODELL - ALTERNIERENDE OBHUT

Die alternierende Obhut beschreibt die Betreuungs- und Lebensform für Kinder bei getrennt lebenden Eltern und kennzeichnet sich durch:
  • die abwechselnde Betreuung der Kinder durch die Eltern mit mindestens 30% substantiellen Anteil.
  • das zu Hause bei beiden Eltern.
  • teilen der elterlichen Verantwortung auf gleicher Augenhöhe.

Zeit: Im Wechselmodell …

Aspekt Zuhausesein:

Elterliche Verantwortung: Im Wechselmodell …

Bei einer alternierenden Obhut wohnt das Kind nicht stetig woanders, sondern wechselweise in einer vertrauten Umgebungen bei einem Elternteil.
Prof. Sünderhauf, Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis, 2013, Teil 1. Kap. 3.

Welche Ziele hat das Wechselmodell?

Das Resultat eines Wechselmodells:

Die alternierende Obhut ist eine win-win-Lösung für jede Partei: Für das Kind, für die Mütter, für die Väter und den Staat.

Kinder brauchen beide Elternteile

Kinder bedürfen eines besonderen Rechtsschutzes. Der Inbegriff Kindeswohl als Definition der optimalen Entwicklung der körperlichen, geistigen, schöpferischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten soll sowohl eine Leitlinie in der Gesetzgebung, wie auch in der konkreten Ausübung der Rechte und Pflichten der Eltern sein. Dies kann nur umgesetzt werden, wenn das Kind in einer Trennung oder Scheidung nicht als Machtobjekt missbraucht wird.
Das Wechselmodell bietet einen neuen Ansatz. Beide Elternteile übernehmen paritätisch die Verantwortung für das Kind.

Die Eltern in einer zentralen Rolle

Die Eltern haben die Garantenpflicht gegenüber dem Kind sich bestmöglichst seiner seelischen und geistigen Entfaltung zu widmen. Gerade nach einer Trennung benötigt das Kind Halt und Stabilität. Dazu bedarf es Regeln, damit das Kind nicht zum Spielball der Emotionen der Eltern wird. Das Wechselmodell signalisiert praxisnah, dass die Eltern auf gleicher Augenhöhe ihre Verantwortung für das Kind übernehmen.
Im Wechselmodell gibt es keine alleinerziehenden Elternteile mehr.
Wikipedia: Garantenpflicht bezeichnet im Strafrecht die Pflicht, dafür einzustehen, dass ein bestimmter tatbestandlicher Erfolg nicht eintritt (vgl. zum deutschen Strafrecht § 13 StGB). Sie ist im deutschen Strafrecht notwendige Voraussetzung für eine Strafbarkeit wegen Unterlassen, soweit es sich um ein sog. unechtes Unterlassungsdelikt handelt. Die verpflichtete Person heißt Garant.)